Breitensport 2020 Bericht Fürth

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DPV fokussiert das Thema Breitensport

 

Im Rahmen der Fete de Pétanque im September in Fürth richtete

der DPV unter dem Titel „Rückenwind für den Breitensport“ eine

Woche mit Workshops zu Breitensportthemen aus.

Der DPV hat sich entschieden das Thema Breitensport auf seine Fahnen zu schreiben und

die Landesverbände in dieser Hinsicht zu unterstützen. Verantwortlich dafür zeichnet

Dirk Engelhard als Vizepräsident Inneres. Zur Unterstützung des Vizepräsidenten

wurde der Breitensportausschuss gegründet, an dem möglichst alle Landesverbände teilnehmen sollen.

Für den PVRLP wird Judith hier mitarbeiten. Zu der Breitensportthematik ist eine zusätzliche Seite

auf der DPV Homepage in Arbeit.

 

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Den Einstieg ins Thema hat er mit der Themenwoche in Fürth angestoßen.

Wir wollen Euch in diesem Artikel unsere Eindrücke von den zwei Tagen weitergeben, die wir aus der Woche ausgewählt haben.

 

Zum Einstieg wurde der lebendige Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern in eine Themensammlung überführt, die vom Breitensport-Ausschuss aufgegriffen werden soll. In diesen Rahmen haben wir vorgestellt, wie wir arbeiten und welche Kampagnen wir durchgeführt haben bzw. gerade bearbeiten. Hierfür haben wir von Seiten des DPV und der Teilnehmer positives Feedback bekommen. Einige Anwesende haben sich detailliert über unsere Kampagnen informiert.

 

Das Boule Sportabzeichen (BSA) wurde in Zusammenarbeit mit dem DOSB in Richtung des Breitensports überarbeitet und wird in nächster Zeit durch das Petanque Leistungsabzeichen (PLA) ergänzt.

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Das BSA in Bronze, Silber und Gold soll von Boulisten möglichst in allen Vereinen erworben werden können. Im Gegensatz zur bisherigen Praxis gibt es für Menschen mit einer DPV-Lizenz die Möglichkeit BSA-Prüfer zu werden ohne eine Schiedsrichter-Ausbildung zu haben. Die Fortbildung besteht aus einem praktischen Teil und einen Online-Modul, für Schiedsrichter ist der praktische Teil nicht mehr notwendig. Bisher gibt es in Rheinland-Pfalz drei BSA-Prüfer. Weiterführende Informationen und qualifizierte Prüfer findet ihr hier: https://deutscher-petanque-verband.de/dpv-bsa-allgemein/. Boulisten und Boulistinnen die Interesse dran haben, die BSA-Prüfer-Eignung zu erwerben können sich gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. In einem Jahr mit wenig Turnieren und ohne Liga-Betrieb könnte der Erwerb des BSA ein willkommenes Ziel für Einzelsportler und auch Vereine darstellen.

 

Die Ausbildung „C Trainer Petanque“ wird aufgeteilt in Breitensport und Leistungssport. Die Neukon-zeption wird modular aufgebaut und soll sowohl Präsenzanteile als auch Online-Module (insgesamt 120 Lerneinheiten) enthalten. Für 2021 ist geplant den „Trainer C Boule Breitensport“-Lehrgang einmal im Süden und einmal im Norden anzubieten.

Außerdem haben wir an zwei Workshops zu Themen aus dem Vereinsleben teilgenommen.

Workshop „Trainingsangebote im Verein, Motivation, Organisation“


Mit Blick auf die Tatsache, dass in vielen Boule Vereinen nur gespielt und nicht systematisch trainiert wird, wurde beleuchtet welche Vorteile regelmäßiges Training für Vereine und Sportler hat:
• Mitglieder erwarten ein Trainingsangebot wie in anderen Sportvereine auch
• Das Spieler-Trainer Verhältnis wird vertieft
• Die Boule-Kultur wird verbreitet
• Der sozialer Effekt durch regelmäßige Termine und Gruppenbildungen wird gestärkt

 

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Im Rahmen des Breitensports wurden zwei verschiedene Trainings-Szenarien vorgestellt und mit praktischen Übungen unterlegt. Zum einen können in Hobbygruppen mit der richtigen Auswahl von Wettspielen und viel Spaß Lerneffekte für Technik und Taktik vermittelt werden. Hier spielen der soziale Kontakt und die gute Stimmung in der Gruppe eine vorherrschende Rolle. Zum anderen kann über Mannschaft- und Gruppengrenzen hinweg Training für Breitensportler angeboten werden, die sich verbessern wollen. Dabei steht das gezielte Arbeiten an Themen aus den Bereichen Technik, Taktik und Team-Building im Mittelpunkt. Auch das neue BSA kann für beide Zielgruppen genutzt werden.

Workshop: „Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zum Boule als Breitensport“
Das Thema Marketing für einen Boule Verein beginnt mit der Außenwirkung des Vereinslebens:
• Was ist unsere Vereinskultur? Wie gehen wir miteinander um?
• Wie gehen wir mit den Themen Alkohol und Rauchen während dem Spiel bzw. Training um?
• Was wollen wir als Verein – Leistungssport und/oder Breitensport?
• Wie gehen wir auf Interessenten vor Ort zu?
• Wie führen wir in das Boule-Spiel ein?
• An welche Zielgruppen wollen wir uns richten?
• Mit welchen Veranstaltungen kann man die einzelnen Zielgruppen erreichen?
• Wie können wir Kommunikationswege und Sprache an die jeweilige Zielgruppe anpassen?
Zur Öffentlichkeitsarbeit ist die zentrale These, dass alle Kommunikation an die adressierte Zielgruppe angepasst werden sollte. Konkret heißt das beispielsweise, dass Pressearbeit für die Zielgruppe Best Ager (über 40- bzw. 50-Jährige) am besten in örtlichen Anzeigenblättern und Tageszeitungen stattfindet. So sollte man sich auch bewusst sein, das sich eine Internet-Präsenz sowohl an die Mitglieder wie auch an die Öffentlichkeit richtet.

Der DPV möchte wissen, mit welchen Materialien etc. die Landesverbände und Vereine bei ihren Breitensportaktivitäten unterstützt werden können. Eure Rückmeldungen in diesem Sinne sendet bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Wir werden sie dann an den DPV weitergeben. In diesen zwei Tagen haben wir interessante Personen kennen gelernt und Gespräche geführt. Ebenso sind spannende Ideen entstanden bzw. ausgetauscht worden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Breitensport interessierten Boulisten aus ganz Deutschland.

Allez-les-boules,
Knut und Judith